Geborene der Verderbnis Fanfiction

Mawaa - Geborene der Verderbnis

Seit Zeemira Madina verlassen hat, bin ich ihr – soweit möglich – stetig auf der Spur. Mittlerweile sind wir in Mawaa angekommen und ich habe es bisher geschafft, nicht von ihnen entdeckt zu werden.

Ich mag die Stadt nicht wirklich. Zu viele zwielichtige Gestalten sind dort unterwegs. Das ist überhaupt nicht meins. Was die beiden wohl hier wollen? Ich sehe nur, wie sie immer weiter die in die Tiefe steigen. In einer Etage spricht Jal mit einem Aufzugführer und befördert ihn dann kurzerhand freischwebend nach unten.

„Hmm … sein verstecktes Sein scheint sich doch immer häufiger einen Weg nach draußen zu bahnen“, murmele ich leise vor mich hin.

Nach einer weiteren, langen Strecke kamen die beiden anscheinend an ihrem Ziel an. Sie betraten die Gaststätte „Lichtend“. Das Gebäude hat den Namen überhaupt nicht verdient – eher „Zum Kartenhaus“ oder so. Denn beim leichtesten Windstoß muss diese Absteige doch zusammenfallen, allerdings war hier unten vermutlich kein Wind zu erwarten. Da die beiden ihr Ziel für heute gefunden zu haben scheinen, beschließe ich mir ebenfalls eine Bleibe zu suchen.

Früh wache ich durch lautes Geschrei auf. Ich springe aus meinem Nachtlager und spitze die Ohren.

„Verdammte Huren!“, kreischt einer. „Wie kann es eines von euch Monstern nur wagen hierher zu kommen?“
„Ihr seid schuld an dem Elend!“, höre ich andere rufen.
„Ihr Lichtgeborenen seid das Übel dieser Welt! Verrecke!“, schrie eine Frau.
„Würdet ihr euch nicht in der Wüste verkriechen, hätten wir euch schon lange, noch vor den Masakh, geschlachtet!“, rief ein weiterer Mann.

Schnell trete ich an das kaum noch in den Angeln hängende Fenster, um mir einen Überblick zu verschaffen. Nicht weit von mir entfernt wird ein Karren gezogen. Und auf dem Karren steht niemand anderes als Zeemira – verschnürt wie ein handliches Paket.
Was soll das, fragte ich mich stirnrunzelnd.

Der wütende Mob beginnt mit Abfällen nach ihr zu werfen. Abscheu und Hass stehen den Menschen in die Gesichter geschrieben und ihre Beschimpfungen ergeben ein Tosen aus Stimmengewirr. Schnell werfe ich meine Sachen über, um so schnell wie möglich in ihre Nähe zu kommen. Vielleicht ergibt sich eine Gelegenheit, ihr irgendwie zu helfen. Denn dass sie Hilfe braucht, steht außer Frage. Dazu kam, dass Jal nicht bei ihr ist.
Was haben sie nur mit ihm gemacht, frage ich mich aus der Tür tretend.

Ich bahne mir einen Weg durch die Menschenmenge. Nicht ohne Stöße in die Rippen oder Tritte gegen meine Beine. Jeder will so nah wie möglich an das Geschehen ran. Über die Köpfe hinweg sehe ich den Karren mit dem Käfig vorwärts holpern.
So werde ich sie nie erreichen, dachte ich zerknirscht und bewegte mich in Richtung der Seitengassen. Vielleicht kann ich den Weg so abkürzen.

Ich sprinte durch die schmale Straße und der Geruch von Exkrementen und vergammelten Essen kriecht in meine Nase. Niemand begegnet mir bisher, alle sind wohl auf der Hauptstraße unterwegs. Als ich auf eine kleine Kreuzung zurase, steht plötzlich mitten auf der Straße ein Kerl, ganz in schwarz. Ich kann kaum bremsen, doch anstatt gegen ihn zu rempeln, stolpere ich ins Leere. Überrascht wirbele ich herum – er ist mir einfach so lautlos ausgewichen. Er verschränkt seine Arme vor der gepanzerten Brust und mustert mich mit seinen Augen. Sein Gesicht ist fast vollständig hinter einem farbenfrohen Tuch verborgen.

Was soll das? Wer ist er? Ich kann meine Neugier einfach nicht zügeln: „Wer bist du? Was machst du hier? Und vor allem: Was willst du von mir?“

„Du solltest einen anderen Weg einschlagen“, antwortet er mit rauchiger Stimme und ignorierte die Flut an Fragen, die ich ihm entgegengeworfen hatte.

„Einen anderen Weg? Wieso sollte ich das?“

„Du gehst in eine Richtung, die gefährlich sein wird“, entgegnet er ruhig. „Auch wenn du gerüstet für einen Kampf zu sein scheinst.“ Er nickt zu der Waffe an meinem Gurt.

„Warum sollte sie gefährlich für mich sein? Du weißt doch garnichts von mir. Und überhaupt – wieso sollte ich mir von irgend einem dahergelaufenen Typen, der noch nicht einmal auf meine Fragen eingeht, etwas sagen lassen?“ Der Typ treibt mich echt in den Wahnsinn. Als hätte ich nichts Besseres vor, als mich von dem blöd volllabern zu lassen. Zum Beispiel zusehen, dass ich Zeemira irgendwie helfen kann.

Er hebt belustigt seine Augenbrauen und plötzlich schießt er an mir vorbei, packt meinen Arm und dreht ihn mir mit spielerischer Leichtigkeit auf den Rücken. Ich bäume mich auf, aber er zieht mich mit eisernen Griff an sich heran und ich vernehme einen seltsamen Geruch von Rauch und Zimt. „Warum? Weil die gleich entstehende Situation nichts für Schwache ist“, flüstert er mit bedrohlicher Stimme. „Du bist mir im Weg.“

Ich soll ihm im Weg sein? Pah!

Ich täusche Schwäche vor und lass mich nach unten sinken. Wie zu erwarten lässt sein Griff nach. Das ist die Gelegenheit! Er lässt mir soviel Platz, dass ich mich unter seinen Armen hindurchwinden kann. Währenddessen schnappe ich mir mit meinem freien Arm meinen Dolche, den ich immer im Stiefel versteckt habe, drehe mich hinter ihn und halte ihm nun meinen Dolch an die Kehle.
„Schwach? Wen nennst du hier schwach? Nicht immer ist Kraft vonnöten. Und nun gehe DU mir aus dem Weg, bevor es für Zeemira zu spät ist!“

Zu meiner Überraschung greift er nicht zu meinem Handgelenk, sondern legt seine bandagierte Hand direkt um die Klinge meiner Waffe. Mit Kraft drückt er sie weg und die blutende Wunde, die sie hinterlässt kümmert ihn anscheinend nicht im Geringsten.
„Mutig“, murmelt er. „Aber auch dumm.“
Die Klinge weiterhin festhaltend, dreht er sich zu mir um und schien nachdenklich.
„Denkst du, du könntest auch nur irgendwas gegen eine so große Menschenmasse ausrichten?“, fragt er mich dann unvermittelt.

Tja. Soweit habe ich noch nicht nachgedacht. Erstmal muss ich sehen was genau vor sich geht und was die Meute mit Zeemira vor hat. Aber was hat er damit zu tun? „Was könntest DU denn gegen die Masse ausrichten? Weißt du mehr was sie mit Zeemira vorhaben?“

„Du kennst sie? Interessant“, er legt den Kopf schräg und dann bewegt sich der Stoff seines Mundtuches in einer Art, die mich vermuten lässt, dass er breit grinst. „Auf dem Platz stehen Feuerschalen“, sagt er dann und ich schaue verwirrt.

„Na du scheinst sie wohl auch zu kennen. Und was bitteschön haben die Feuerschalen nun schon wieder damit zu tun. Du bist echt merkwürdig. Wer bist du?“

„Nein, sie ist nur Objekt eines Auftrages“, er zuckt mit den Schultern und lässt meine Klinge los. Rotes Blut tropft von seiner Hand auf den steinernen Boden. Er wendet sich zum Gehen und während er im Schatten einer dunklen Gasse verschwand, sagte er: „Na dann auf zum Platz. Schau einem Flammentänzer bei der Arbeit zu.“

Ich stand einfach nur da, folgte ihm mit meinem Blick und behielt meine Fragen unbeantwortet im Kopf. „Wer war er? Was hat er mit Zeemira zu tun? Was ist er?“

Also das ist mal ein Beitrag der ganz anderen Art. Ich habe noch nie eine Fanfiction geschrieben! Was war ich aufgeregt! Ob mir überhaupt was Gescheites einfällt? Wo soll ich ansetzen? Welche Figur binde ich mit ein? Fragen über Fragen…

Letzten Endes entschied ich mich für eine meiner Lieblingsfiguren. *räusper* Eigentlich liebe ich ja fast alle Prota´s. *lach* Aber ich wollte etwas Mystisches haben und da fiel mir die Entscheidung total leicht. 😀

Nachdem also die Figur feststand blieb nur noch die Überlegung wo es spielen soll. Und dann ging es auch schon los. Das Coolste an der ganzen Sache: Ich habe das Aufeinandertreffen der Prota´s – explizit das Gespräch – mit dem Autor E. F. v. Hainwald zusammen geschrieben. Genau so als wenn wir uns von Angesicht zu Angesicht unterhalten hätten. Und hey! Das war garnicht so einfach, wenn er mich so ins Messer rennen lässt!

Ich hoffe euch gefällt meine Fanfiction! Sagt mir doch mal eure Meinung dazu. Bin neugierig. 😉

Und vergesst nicht auch bei meinen anderen Leuten vorbeizuschauen. Auch sie haben sich echt coole Sachen einfallen lassen. Hier mal die Direktlinks für euch (einfach auf den Text klicken):

Astrid

 

Eine Kräuterkundige, die manch besonderen Trank parat hat für jegliche Wehwechen.

 

Martina


Eine Schmuckhändlerin, die besondere Schmuckstücke parat hat
 und die es geschickt anstellt, aus ihrer wohlhabenden Kundschaft 
die neuesten Nachrichten herauszulocken.

 

Ann-Sophie

 

Eine Schaustellerin, die auf ihren Wegen allerhand Gerüchte aufschnappt.

 

Katharina


Katharina, Anwärterin der Heilerinnen – 
Eine Anwärterin der Heilerinnen: sie hat noch einen langen Weg des Lernens vor sich.

 

Bianca

 

Eine fahrende Händlerin, die weiß, wie man jemandem auf den Zahn fühlt und einen mit Fragen nur so löchern kann.

 

Chantal

 

Schwarzhändlerin, Chantal – Eine Schwarzhändlerin, die so manch hilfreiche Waffe besorgen kann.

 

Susanne

 

Archäologin auf der Suche nach wertvollen Informationen vom Sabiquaan

 

Teja

 

Teja, Assasinin – Eine ausgefuchste Assassinin, der mehr drauf hat, als man auf den ersten Blick erahnt.

 

 

Bei Chantal habt ihr heute auch wieder die Chance ins Lostöpfchen zu hopsen.

Gewinne

Und zum Schluss noch einige Regeln die auf der Reise beachtet werden sollten.

  • Teilnahme am Gewinnspiel ist erst ab 18 Jahren, oder mit Erlaubnis der Eltern
  • Bewerber erklären sich im Gewinnfall bereit, öffentlich genannt zu werden
  • Ein Anspruch auf Barauszahlung des Gewinns besteht nicht
  • Keine Haftung für den Postversand
  • Versand der Gewinne innerhalb Deutschland – Österreich – Schweiz
  • Der Rechtsweg ist ausgeschlossen
  • Bitte darauf achten eine Mail Adresse zu hinterlassen oder sich im Gewinnfall innerhalb einer Woche zu melden, denn ansonsten verfällt der Gewinn!
  • Das Gewinnspiel läuft vom 12. August 2017 – 20. August 2017 um 23:59 Uhr
  • Jeder Teilnehmer der auf allen Blogs der Blogtour kommentiert (Frage beantwortet) bekommt für jeden Tag und jeden Blog jeweils 1 Los. (man kann somit bis zu 9 Lose bekommen und die Gewinnchance erhöht sich automatisch)
  • Die Gewinnerbekanntgabe erfolgt am 21. August 2017 bei Bücher aus dem Feenbrunnen im Laufe des Tages

Das sind nun alle Info´s die ich bisher so aufgesammelt habe. Und das war echt nicht einfach bei all dem Geschnatter in der Karawane.

Bleibt mir nur noch mich höflichst zu verbeugen und euch weiterhin eine angenehme und wundervolle Reise zu wünschen.

Bella

Bella

Hey! Mein Name ist Bella, 74er Baujahr und bin sehr glücklich mit meiner kleinen Family.
Seit Kindestagen an bin ich ein richtiger Bücherwurm. Deshalb dreht sich hier der größte Teil natürlich um jede Menge Bücher und deren Autoren.

Ich wünsche euch viel Spaß auf meinem Blog und besucht mich doch mal wieder. 😉
<3
Bella

4 thoughts on “Geborene der Verderbnis Fanfiction

  1. Oh Bella, wie cool war das denn?
    Ich hatte das Gefühl mittendrin zu sein… Sehr geil geschrieben und macht definitiv Lust auf mehr 🙂
    Liebste Grüße
    Martina

  2. Hallo Bella! 🙂

    Das ist Klasse, ich muss sagen, du bist schnell und auch wenn er schneller ist, darauf war er nicht gefasst. Aber er kann auch, muss man ihm lassen. 🙂
    Klasse gemacht und spannend.

    Liebe grüßle Susanne/ Solara auf Mission 😉

  3. Na das ist ja der richtige Gegenpart fast zu meiner Geschichte – der selbe Ort – das selbe Ziel 😉
    Nur du kamst ihm näher als ich *hahahaha*… klasse 😉

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