BLOGTOUR | Tag 3 Rosita Hoppe

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Bei Sabrina hab ihr schon erfahren um was es in „Wenn es Liebe wird“ geht und gestern wart ihr mit Silke in Hameln unterwegs.

Heute bin ich dran. Ihr erfahrt mehr über die Protagonisten von Rosita Hoppe:

Felicitas und Viktor – die Hauptprotagonisten

Felicitas führt ein ganz normales Single-Leben. Sie arbeitet voller Ehrgeiz,Elan und sehr engagiert als Redakteurin beim Hamelner Tageblatt. Wobei ihr Kollege Siggi ja der Meinung ist, dass sie als Kriminologin oder Detektivin arbeiten sollte. Das liegt wohl daran, dass sie in ihrer Freizeit ein absolutes Faible für Kriminalromane hat.

In der sehr ruhigen Ferienzeit beschließt Felicitas´ Chef, dass es im Hamelner Tageblatt eine Serie über Künstler der Umgebung geben soll. Das ist der Anfang für die Änderungen in ihrem Leben. Sie lernt Viktor Gabriel – ein Steinbildhauer der Gegend – kennen. Und dieser dreht ihr Leben auf den Kopf.

Viktor lebt sehr zurückgezogen im Wald – kurz hinter Hameln. Nach einem schweren Schicksalsschlag hielt er es in seiner städtischen Wohnung nicht mehr aus, und kaufte sich das Grundstück im Wald. Wo er seitdem ganz in Ruhe und ungestört seiner Tätigkeit als Steinbildhauer nachgehen kann. Nur ab und an erhält er Besuch von seinem Freund ÄÄ. Mit diesem fährt er manchmal auch in die Stadt um seine Figuren zu verkaufen. Das ist aber das höchste der Gefühle.

Bis – tja, bis Felicitas bei ihm auftaucht.

Felicitas und Viktor gaben mir die Ehre und haben einige Fragen beantwortet.

 

interview

 

Hallo ihr Beiden! Schön dass ihr die Zeit gefunden habt und mir ein bisschen Rede und Antwort stehen wollt. Es war ja bei euch beiden wirklich nicht grad einfach. *schmunzel*

Felicitas, wie sehr hat es dich beschäftigt, dass Viktor nicht zu seinen Gefühlen stand?

Ehrlich, das hat mir sehr viel Kopfzerbrechen bereitet.

Als Viktor mich nach dem ersten Kuss plötzlich von sich schob, konnte ich das nicht begreifen und es hat mich sehr verletzt. Trotzdem spürte ich gleich zu Beginn, dass da irgendetwas mit uns geschieht. Jedes Mal, wenn wir uns begegneten, war da eine wahnsinnige Anziehungskraft zwischen uns. Als ich erfuhr, was in seiner Vergangenheit geschehen war, als er zum ersten Mal darüber sprach, litt ich mit ihm. Da wurde mir klar, dass ich, wenn ich ihn bedrängen würde, vielleicht ganz verlieren würde. Obwohl ihn keine Schuld am Unfall seiner Frau und dem Baby traf, verstand ich irgendwie seine Angst vor einer neuen festen Bindung, andererseits wieder nicht, weil er sich ja zu Unrecht selbst beschuldigte.

Wenn ich nicht den Mut und die Ausdauer aufgebracht hätte, ihm meine Freundschaft anzubieten, nicht um unsere Liebe gekämpft hätte, wäre vielleicht alles nicht so gekommen, wie es zum Glück gekommen ist.

Viktor, warum konntest du so lange nicht aus deinem Schatten springen? Warum hast du nicht gesehen, dass der Unfall gar nicht deine Schuld war? Denn, sorry, aber es war wirklich nicht deine Schuld!

Wie ihr wisst, schrieb ich mir die Schuld an Ellens Unfall zu, weil ich mich auf der Bühne amüsierte, während sie in ihren Tod fuhr. Das konnte ich mir über Jahre nicht verzeihen, kann es eigentlich immer noch nicht.

Ohne Felicitas und ihre Liebe und ihr grenzenloses Vertrauen hätte ich es nie geschafft, aus diesem Loch herauszukommen. Obwohl ich schon ziemlich bald merkte, wie sehr ich auf einen Besuch von ihr hoffte, ihre Anwesenheit brauchte, wie die Luft zum Atmen, konnte ich mir lange nicht eingestehen, dass es Liebe ist, die uns zueinander hinzieht und dass das absolut gut ist, die Vergangenheit loszulassen. Erst, als ich nach diesem Theater in Köln glaubte, sie verloren zu haben, bin ich aufgewacht.

Wie sehr haben dir die Band Music Rats und die Musik gefehlt? Und wie war es für dich endlich wieder mit deinen Kumpels auf der Bühne zu stehen?

Es war Felicitas, die mich mit dieser Eintrittskarte zum Konzert der Music Rats gedrängt oder gelotst hatte. Eigentlich wollte ich da gar nicht hin und dann war da eine Macht, die mich doch hinzog. Als ich hörte, wie sie mein Lied spielten und Mann sagte, dass sie mich immer noch vermissen würden, war ich wie gelähmt und gleichzeitig spürte ich tief in mir, dass mir das alles wahnsinnig fehlte. Das erschrak mich, denn ich wollte ja nie wieder Musik machen. Aber dann nach einigen Tagen holte ich mein Saxophon hervor und versuchte, ob ich den einen oder anderen Song noch spielen konnte. Mit einem Mal wollte ich nur noch üben, wollte, wenn ich es wieder einigermaßen beherrschen würde, Felicitas vorspielen.

Sie weinte, als ich das Wochen später tat und sie sagte mir, dass sie nie Schöneres gehört hätte. Doch die Band war immer noch kein Thema für mich. Mein Freund Ulli erzählte Manne, dass ich wieder üben würde und dann standen eines Abends alle Jungs bei mir vor dem Haus und gingen erst, als ich ihnen versprach, sie bei einem ihrer Übungsabende zu besuchen. Es war ein wahnsinniges Gefühl, als wir zum ersten Mal wieder gemeinsam musizierten. Doch das Thema Auftritt wies ich rigoros von mir. Ihr könnt mir glauben, dass es viele Diskussionen zwischen Felicitas und mir, und auch zwischen den Jungs und mir gegeben hat, bis ich mit einem heftigen Grummeln im Bauch zustimmte.

Dieser Tag, an dem ich das erste Konzert bestritt, ist nicht zu beschreiben. Ich hatte Angst. Angst, zu versagen, Angst, dass alles, was ich damals erlebt hatte, noch einmal geschehen könnte. Aber das Wissen, dass Felicitas, Ulli und meine Jungs stolz auf diesen gewaltigen Schritt in meinem Leben sind, ließ mich das alles irgendwie durchstehen.

Mit jedem Übungsabend, jedem Konzert verschwindet die Angst, die immer noch irgendwo in meinem Kopf und meinem Herzen steckt, ein bisschen mehr.

Felicitas wolltest du eigentlich schon immer Redakteurin werden? Oder spukte dir der Beruf als Kriminalistin oder Innenarchitektin eher im Kopf herum? *zwinker*

Als ich mich zum Ende der Schulzeit für einen Beruf entscheiden sollte, standen Redakteurin und Innenarchitektin in der engeren Auswahl. Redakteurin faszinierte mich, weil ich ein Schulpraktikum rein zufällig beim Hamelner Tageblatt gemacht hatte. Über alle möglichen Leute und Themen berichten zu können fand ich damals schon spannend. Und die Tatsache, dass tausende Zeitungsabonnenten in Hameln und Umgebung das lesen würden, fand ich aufregend. Während des Praktikums durfte ich sogar einen Artikel verfassen, der nach Bearbeitung eines Profis tatsächlich gedruckt wurde. Vielleicht war das der Auslöser, dass ich diesen Beruf tatsächlich gewählt habe.

Innenarchitektin ist ja etwas ganz anderes. Aber schon immer habe ich gern dekoriert, schon während meiner Kindheit gern den Pinsel geschwungen. Ich erinnere mich noch, wie megastolz ich auf die untere Hälfte einer Flurwand war, die ich allein streichen durfte.

Kriminalistin stand für mich nie zur Debatte, das ist nur auf Siggis Mist gewachsen, weil ich allen Dingen mehr und tiefer auf die Spur gehe, als er es tut. Außerdem weiß er, wie gern ich Krimis lese und dass ich schon nach den ersten Seiten versuche, den Täter zu entlarven.

Wie bist du eigentlich zum Bildhauen gekommen, Viktor?

Das habe ich von meinem Großvater, der die Bildhauerei aber nur nebenbei betrieb. Wenn ich bei ihm war, konnte ich ihm stundenlang zuschauen, wie er aus unförmigen Steinen und Felsbrocken Figuren erschaffen konnte. Das wollte ich unbedingt auch können. Von ihm habe ich sehr viel gelernt. Ich konnte mir nicht vorstellen, jemals etwas anderes zu tun und dieser Beruf, der zwar finanziell nicht viel einbringt, füllt mich aus. Ich könnte niemals einer anderen Arbeit nachgehen. Ich brauche die Unabhängigkeit, das Arbeiten im Freien, oben am Wald.

Ihr zwei seid so sehr naturverbunden. Habt ihr da auch besondere Lieblingsreiseziele? Und was war der schönste Ort, wo ihr mal wart?

Felicitas: Wir wollen unbedingt mal nach Kanada. Zu Oliver natürlich, aber wir wollen auch das Land kennenlernen. Da sind wir uns einig. Das wird uns beiden gefallen.

Ansonsten habe ich kein Lieblingsreiseziel. Wäre ich vor einem Jahr gefragt worden, hätte ich gesagt, mein Lieblingsreiseziel ist ein kleines Haus am Waldrand, ganz in der Nähe von Hameln. Inzwischen ist dieser Platz auch mein zu Hause geworden. Es könnte keinen schöneren geben.

Viktor: Ich war nie groß weg, auch damals mit Ellen eher selten. Das liegt daran, dass in den Sommermonaten mein Geschäft hauptsächlich läuft und ich es mir nicht leisten kann, da eine Auszeit zu nehmen. Mir reicht mein Wald. Aber ich habe Felicitas versprochen, dass wir mal nach Kanada reisen werden. Ich glaube, da könnte es mir auch gefallen.

Von der Musik zum Bildhauer, was war der Auslöser?

Es gab eigentlich keinen Auslöser. Bei mir war, wie ich oben erzählte, das Thema Bildhauen schon seit der Kindheit ein Thema. Meine Mutter war sehr musikalisch, sie spielte wunderbar Klavier. Von ihr habe ich wohl dieses Gen geerbt. Sie bestärkte mich darin, Musik zu machen. Ich spielte schon im Schulorchester mit. Das Saxophon hat mich von Anfang an fasziniert, das wollte ich unbedingt spielen können. Es war verdammt schwer, aber ich gab nicht auf. Für mich gibt es kein schöneres Instrument.

Wie wird es bei euch beiden weitergehen?

Felicitas: Es wird nie enden mit uns, da bin ich mir sicher. Viktor ist das Beste, was mir jemals passiert ist. Ich liebe ihn über alles. Heirat ist zwischen uns kein Thema, das ist nur ein Stück Papier. Im Moment versuche ich ihn zu überzeugen, dass hier oben ein sehr schöner Platz für eine Horde Kinder wäre. Aber noch sträubt er sich, da kommt seine alte Angst wieder hoch. Ich denke aber, dass wir auch diese Hürde meistern werden. Er wäre ein wundervoller Vater, da bin ich mir sicher.

Viktor: Mit Felicitas lebe ich wieder. Mit ihr scheint die Sonne heller, ist jeder Tag lebenswert. Ich liebe sie und werde es immer tun.

Ich danke euch beiden für das tolle informative Interview und wünsch euch alles erdenklich Gute!

 

gewinnspiel

Natürlich gibt es auch wieder ein tolles Gewinnspiel.

Ihr könnt bis zum 08. März 2015, 23:59 Uhr teilnehmen, ausgelost wird am nächsten Tag.

Die Gewinner werden dann per Mail benachrichtigt.

Gewinnspielbedingungen:

Teilnahme ab 18
Keine Barauszahlung des Gewinns.
Kein Ersatz beim Verlust auf dem Postweg.
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Persönliche Daten werden nur für das Gewinnspiel verwendet und anschließend wieder gelöscht.

blogtourfahrplan

28.02.   Sabrina – Vorstellung von „Wenn es Liebe wird“
01.03.   Silke – Rundgang mit Rosita Hoppe durch Hameln
02.03.   ich – Protagonistenvorstellung und -interview
03.03.   Monic – Arbeit eines Bildhauers und einer Galerie
04.03.   Katja – … plaudert mit Rosita Hoppe
05.03.   Sabrina – Vorstellung von „Küsse am Meer“
06.03.   Susanne – Amrun – Die Insel in der Nordsee
07.03.   Beate – Protagonistenvorstellung und Interview
08.03.   Dana – Arbeit in einer Pension

 

Bella

Bella

Hey! Mein Name ist Bella, 74er Baujahr und bin sehr glücklich mit meiner kleinen Family.
Seit Kindestagen an bin ich ein richtiger Bücherwurm. Deshalb dreht sich hier der größte Teil natürlich um jede Menge Bücher und deren Autoren.

Ich wünsche euch viel Spaß auf meinem Blog und besucht mich doch mal wieder. 😉
<3
Bella

20 thoughts on “BLOGTOUR | Tag 3 Rosita Hoppe

  1. Hey,

    ein sehr interessantes und aufschlussreiches Interview hast du da zusammen bekommen. 🙂
    Es hat mir Spaß gemacht, dieses Interview zu lesen, großes Lob.

    Liebe Grüße,
    Benny

  2. Huhu 🙂

    Was ein interessantes Interview, vielen Dank dafür. Die Blogtour gefällt mir bisher sehr gut. Ich bin auf die weiteren Beiträge schon sehr gespannt.

    Ganz liebe Grüße
    Katharina

  3. Hallo!
    Danke für das tolle Interview, ich find das total super da einem die Protag. noch viel lebendiger erscheinen u. man sich ein noch besseres Bild machen kann! Ich find Deinen Beitrag echt sehr gut gelungen!
    Liebe Grüsse Mimi

  4. Hallo und guten Tag,

    Danke für das toll geführte Interview , jeden Tag ein Häppchen mehr das macht Laune.

    LG..Karin..

  5. Hallo,

    wirklich eine tolle Vorstellung der Protagonisten. Ich habe diese e-book und fand die Geschichte wunderschöne.

    Wünsche einen schönen Tag.
    LG
    Sonja

  6. Hallo 🙂

    Sehr schönes Interview. Ich finde es klasse, dass wir jetzt etwas mehr über die Charaktere erfahren habe. Ich hoffe, dass das ganze Buch auch so locker geschrieben ist, denn das wäre dann himmlisch. Denn ich finde manchmal brauchen wir so lockere Bücher zur abwechslung 🙂

    Ganz liebe Grüße

    1. Also eigentlich bin ich ja mehr die Fantasy/Romantasyleserin als so ganz normaler Liebesroman. Aber den fand ich richtig toll!
      Den musst du echt mal lesen!!!

  7. Guten Tag,
    ich war gestern von dem Rundgang begeistert und heute das Interview ist auch super das bringt die Protas näher. Sehr schön.
    Liebe Grüße
    Ute

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