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AUTORENWOCHE | #7 Werbung mal anders :D | Bella´s Life

AUTORENWOCHE | #7 Werbung mal anders :D

Die liebe Bella bat mich darum einen Werbepost für den letzten Tag meiner Autorenwoche zu verfassen. Doch ich wäre nicht ich, wenn ich jetzt einfach ein paar Slogan und Links hier verteilen würde.
Stattdessen habe ich mich ran gesetzt und habe die in der Sonderedition enthaltenen Seiten aus Benjamins Sicht verfeinert.
Benjamin ist einer der Hauptprotagonisten der Reihe. Auf den ersten Blick kommt er einem sehr gradlinig, selbstbewusst und distinguiert vor. Aber der Schein trügt – wie so oft in Mana Loa – auch hier …

~ Schicksalsbande ~

Tom rief mich an! Ungläubig starrte ich auf das Display meines Telefons und stellte sofort meine Tasse Kaffee ab. Für viele war ein Anruf etwas Alltägliches. Für mich eigentlich auch. Als Chef einer großen Firmenkette, telefonierte ich jeden Tag mit x-beliebigen Leuten. Doch dieser eine Anruf auf meinem privatem Handy, bedeutete mir mehr als ich sagen konnte.
Der Kleine, wie ich Tom gerne nannte, hatte jeden privaten Kontakt mit mir abgelehnt. Nachdem ich ihm das große Familiengeheimnis offenbarte, brach er alle Brücken nach Noelani ab. Selbst mit seiner Mutter wollte er über Monate hinweg nicht mehr reden, dabei vergötterte er sie von Kindheit an.
Vor gut sieben Wochen dann kam meinte Tante Christine freudestrahlend in die Küche des Strandhauses. Sie erzählte aufgeregt, dass ihr Sohn angerufen habe. Das alleine war schon beachtenswert, weil sie ihn sonst immer anrufen musste. Aber die Tatsache, dass er ihr von einem Mädchen erzählte, welches er kennengelernt hatte, glich einem Wunder.
Seitdem telefonierten die beiden jeden Tag, um sich nach ihrem gegenseitigen Wohlbefinden zu erkundigen. Aber den Kontakt zum Rest der Ohana lehnte er weiterhin kategorisch ab.
Neugierig, was er wohl von mir wollte, drückte ich auf den grünen Icon. »Aloha Tom«, sagte ich vorsichtig ins Telefon, weil ich nicht wusste, in welcher Stimmung er war.
»Aloha«, erwiderte er freundlich. »Ben, du musst mir zwei Gefallen tun. Ich brauche deine Stadtwohnung für zwei Wochen, und zwar mit dem gesamten Personal und auch Zugang zu Pool, Wellnessbereich und so weiter«, sprudelte es nur so aus ihm heraus.
Mir fiel ein Stein vom Herzen. So überschwänglich und glücklich hatte er seit über einem Jahr nicht mehr mit mir geredet. Wenn wir mal telefonierten, dann war es ein trockenes Gespräch über das Programm, an dem wir zusammenarbeiteten.
»Klar, gerne doch. Wann kommst du?«
»Gar nicht. Es ist als Geschenk für einen, ähm, Freund gedacht. Er heiratet in einer Woche und würde gerne mal nach Hawaiireisen. Ich möchte, dass es etwas Besonderes für ihn wird.«
Obwohl ich ein wenig enttäuscht war, blickte ich sofort in meinen Kalender, der bis ins übernächste Jahr mit Terminen voll war. Ich klickte auf den Zeitplan der Stadtwohnung. Erst Mitte August war sie wieder für auswärtige Geschäftspartner reserviert. »Kommt er direkt nach der Hochzeit?«, fragte ich nach.
»Nina, wann würde dein Bruder fliegen?«, hörte ich ihn am anderen Ende der Leitung sagen.
Eine leise Stimme antwortete. »Kommt auf den Flug an, denke ich. Urlaub hat er vier Wochen lang.«
»Warte mal kurz.« Es klickte und für gute zehn Minuten, hörte ich den Klang mehrerer Popsongs, die im Moment wohl in Deutschland angesagt waren.
Inzwischen war Rachel eingetreten und versuchte, mir mein Hemd aufzuknöpfen. Als ich sie abwehrte, hockte sich das Biest vor mir hin und zog mir tatsächlich die Hose bis auf die Knie runter.
»Lass das!«, herrschte ich sie an.
Rachel grinste nur und kurz darauf begann ihre Zunge ein Spiel mit meiner Männlichkeit.
»Fuck!«, fluchte ich und keuchte zugleich auf. Sie wusste genau, was ich mochte und wie sie mich rumkriegen konnte.
»Ben?«, ertönte aus dem Telefon in dem Moment, indem ich mich ihr stöhnend entgegendrängte, um das Brennen zwischen meinen Lenden von ihren Lippen löschen zu lassen. »Lars käme am 02. August um kurz vor Mitternacht, mit einer Maschine von Noelani Air. Holst du ihn ab? Und gehst du auch mit ihm ins Archiv von Pearl und hilfst ihm bei der Suche nach seinem Großvater? Du hast doch die Möglichkeiten dazu, oder?«
»Jaaa«, stöhnte ich heraus, als es mir kam.
»Wonderful! Mahalo nui loa. Du tust mir damit einen riesigen Gefallen. Danke dir vielmals …«, nahm der Kleine meinen Ausruf wohl als Zustimmung wahr.
Bevor ich das richtig stellen konnte, richtete sich Rachel auf, nahm mir das Handy aus der Hand und tippte auf den roten Icon.
»Was soll das?«, blaffte ich sie an. »Das war Tom! Weißt du eigentlich, wie lange ich auf diesen Anruf gewartet habe?«
Erschrocken blickte sie mich an. »Es, es tut mir leid …«
»Ja sollte es auch!« Sofort nahm ich ihr das Telefon wieder ab und rief ihn zurück, allerdings war die Leitung dauerhaft besetzt.
»Ukiuki!«, fluchte ich, packte Rachel an den Schultern und zog sie an mich. »Das kostet dich was!« Unbarmherzig legten sich meine Lippen auf ihre und meine Zunge suchten ihre zu einem reizvollen Spiel auf.
Mit einem Ruck öffnete ich ihre Bluse, die zu ihrem Glück über Druckknöpfe verfügte. Meine Hände legten sich auf ihre kleinen, aber festen Brüste und kneteten sie.
Ein Stöhnen entwich ihr. Sie warf ihren Nacken zurück und bot mir damit ihren Hals und ihr Dekolleté zum Liebkosen dar. Zu ihrem Leidwesen war mir gerade absolut nicht nach Zärtlichkeiten. Dazu war ich einfach zu verärgert. Sie sollte zu spüren bekommen, dass ich selbst über mein Leben bestimmte und niemand sonst.
Ich packte sie, hob sie an und setze sie auf der Kante meines Schreibtisches ab. Da ich wusste, dass sie keinen Slip trug, schob ich ihren Rock soweit hoch, wie ich musste, spukte auf meine Hand und ließ diese dann zwischen ihre Beine wandern.
Gleichmäßig verteilte ich die Feuchtigkeit zwischen ihren Schenkeln. Sie stöhnte auf und drängte sich meinen Fingern entgegen.
Das war für mich wie ein Aufruf. Ich zog meine Hand zurück und drang ohne Vorwarnung in sie ein.
Ihr spitzer Schrei ließ mich nicht einmal innehalten. Gekonnt schlang sie ihre Beine um meine Hüften. Sofort ergriff ich ihre Fesseln und stellte ihre Füße auf der Tischplatte ab.
Süffisant lächelte ich sie an. Noch einmal stieß ich zu und entlockte ihr damit ein weiteres Stöhnen.
Das Funkeln ihrer Augen forderte mich auf, weiter zu machen. Aber ich dachte gar nicht daran. Mit einem Grinsen zog ich mich aus ihr zurück und zog mir meine Hose an.
»Was … was tust du?«
Die Antwort bekam sie, als ich das Büro verließ – ich ging und ließ die Tür auf, sodass die LC-Glasfront klar blieb.
 
Erst auf der Toilette kam ich zur Besinnung. Ich blickte in den Spiegel und schämte mich für mich selbst. Diese Augenblicke, in denen ich die Kontrolle über mich verlor, hasste ich bis aufs Blut. Es war, als ob ich nicht ich selbst sei – nur wer war ich eigentlich?
Ich war ein fast dreißigjähriger Mann, der es innerhalb von sechs Jahren geschafft hatte, aus einer einfachen Kaffee- und Ananas Plantage einen Konzern zu erschaffen, der weltweit agierte.
Das führte dazu, dass ich viele Menschen als meine Freunde bezeichnete. Der Dreh- und Angelpunkt meines Lebens war jedoch meine große Familie, die immer zu mir stand und dennoch fühlte ich mich in Momenten wie diesen einsam.
Ja, ich war mit einer wundervollen, wirklich sexy anmutenden Frau, französischer Herkunft verheiratet, die ich eine zeitlang als meine beste Freundin betrachtete. In dieser Ehe brachte sie zwei Kinder zur Welt, die ich abgöttisch liebte. Aber auch diese drei Personen vermochten nicht die Leere zu füllen, die in meinem Innersten vorherrschte.
 
Es war nur ein kurzes Gespräch zwischen Tom und mir gewesen, aber an diesem kurzen Kontakt nagte ich das ganze Wochenende über. Und so war es für mich selbstverständlich seinen Bitten Folge zu leisten. Dazu ließ ich Rachel sogar meine Termine für die nächsten zwei Wochen canceln, was sonst nicht meine Art war.
 
Toms Kumpel Lars trat eine Woche später aus der Noelani Air Maschine meines Onkels. Bevor er überhaupt in meine Nähe kam, spürte ich die Energie, die von ihm ausging. Mit einem miesen Bauchgefühl reichte ich ihm die Hand zur Begrüßung und er griff beherzt zu. Sofort durchströmte mich Kraft und ich musste an mir halten, nicht in seinen Kopf einzudringen.
Nur mit Mühe und Not konnte ich mich beherrschen und war froh als er von mir abließ. Nun erst betrachtete ich ihn genauer. Die kleinen Fältchen um seine Augen, zeugten davon, dass ich es mit einem jungen Mann zu tun hatte, der viel lachte und scherzte. Und auch beim Handschlag hatte ich seine Offenherzigkeit und seinen Sinn für Gerechtigkeit gespürt. Ja, dieser Mann vor mir trug definitiv Mana in sich, aber er hatte es nie für seine Zwecke ausgenutzt. Das fühlte ich auch ohne einen Seelenblick.
Nachdem ich die beiden in meiner Stadtwohnung abgesetzt hatte, trieb es mich zu Julia. Auch, wenn ich wusste, dass ich mich am Morgen für das, was folgen würde, verabscheute, konnte ich diesem inneren Drang nicht Herr werden.
In dieser Nacht fand ich keinen Schlaf. Julia hingegen lag ausgepowert neben mir und schlief. Und obwohl ihr Körper mit rotem Striemen und dunklen Flecken übersät war, lächelte sie selig und wisperte verträumt meinen Namen. Das es ihr anscheinend gut ging, beruhigte mich zwar, vertrieb dennoch nicht die Bauchschmerzen, die ich immer nach so einem Zusammentreffen hatte.
Im Morgengrauen fuhr ich zu Lars und mit ihm zur Pearl Harbor Hickham Base um dort das Archiv nach seinem Großvater zu durchforsten.
Als seine Frau sich jedoch am Abend darüber beschwerte, dass sie den ganzen Tag gelangweilt am Pool verbracht hatte, beschloss ich kurzerhand die beiden im Strandhaus meines Vaters einzuquartieren. Auf Noelani waren genug Frauen, die sich um Miriam kümmern konnten, während wir weitersuchten.
Die Abende verbrachten wir auf meiner Terrasse und im Rausch dieser alkoholgeschwängerten Atmosphäre erfuhr ich nicht nur alles über Lars und seine Frau. Nein, bereitwillig, und ohne, dass ich fragen musste, erzählte er mir sogar, warum es Tom so wichtig war, dass ich ihm half. Der Kleine hatte tatsächlich eine Freundschaft zu Lars´ Schwester Nina aufgebaut. Bei ihr hielt er es anscheinend nicht nur länger als eine Nacht aus. Nein, im Gegenteil, wenn ich Lars´ Glauben schenken sollte, hatte Tom es in all den Wochen noch nicht einmal geschafft, das Bett mit ihr zu teilen.
Am Freitag Abend kamen wir früher aus dem Archiv zurück. Zum einen hatten wir alle Möglichkeiten ohne Ergebnis ausgeschöpft und zum anderen richteten die Noelanis den Beiden zum Abschied ein Lūʻau aus. Das frisch vermählte Paar hatte von meiner Familie eine Inselrundreise geschenkt bekommen. Sie würden am nächsten Tag abreisen, um das wahre Hawaii kennenzulernen.
Das Fest war wie immer wunderbar. Die Hulatänzerinnen waren verzaubernd, das Essen köstlich und der selbstgebrannte Kräuterschnaps von Keanu, dem Stammesoberhaupt der Noelani, sorgte wie immer für ausgelassene Stimmung. Und so war es auch heute wieder kein Wunder, dass die Luft vor Liebe und Erotik nur so prickelte. Ich liebte diesen Rauschzustand, war mir aber durchaus bewusst, dass ich hier auf Noelani meinen Trieben nicht nachgeben durfte. Irgendwann gab ich meinen Emotionen nach und rief Rachel an, die nur zu gern dazu bereit war, mit ihrem Schnellboot zu meiner Segeljacht zu kommen, um die Nacht mit mir zu verbringen.
Mitten in der Nacht wurden wir jedoch durch eine Signalrakete aus der Zweisamkeit gerissen. Natürlich wollte ich wissen, welcher Idiot mit der Pistole rumspielte und suchte daher nach meinem Handy. Allerdings fand ich es nicht. In mir machte sich ein merkwürdiges Gefühl breit und so setzte ich Rachel in ihr Schnellboot und segelte an Land zurück.
Bereits am Steg wurde ich von meinem Dad empfangen. Eric teilte mir hastig mit, dass meine Ehefrau einen Unfall gehabt hatte und es wohl so schlimm stand, dass sogar Tom auf dem Weg hierher sei.
Den Tag verbrachte ich zu Hause bei den Zwillingen, um sie zu beruhigen, während der Rest der Familie sich an der Suche nach ihrer Mutter beteiligte.
Solange die Beiden noch bei mir waren, ging es mir gut. Die Nähe der Kinder verschaffte mir eine gewisse Ruhe. Nur als ich zu dem Fundort einer Leiche gerufen wurde und tatsächlich Sophie anhand ihres Eheringes identifizierte, war es für einen Moment mit meiner Selbstbeherrschung vorbei. Als ich die verkohlte Hand sah, an der der Ring noch steckte, sackte ich zitternd zu Boden.
Doch kaum war der Körper außer Sichtweite, entspannte ich mich wieder. Allerdings spürte ich wie eine andere Unruhe von mir Besitz ergriff. Immer wieder schweiften meine Gedanken ab. Eigentlich sollten meine Empfindungen sich um den gewaltsamen Tod meiner Ehefrau drehen, doch das taten sie nicht. Vielmehr wurde mein Verstand von einer Frau eingenommen, die ich noch nicht einmal kannte. Ja, seitdem ich erfuhr, dass Tom nicht alleine anreiste, kreisten meine Gedanken um seine Begleitung.
In wenigen Minuten würde sie an seiner Seite das Strandhaus betreten und unsere Familie kennenlernen. Ja, das war etwas Besonderes – noch nie zuvor hatte Tom der Ohana eine Frau vorgestellt. Mein Vater mutmaßte bereits seit Jahren darüber, dass er vielleicht homosexuell sein könnte. Ich wusste es besser. Schließlich hatten wir uns einst in einem Wettstreit um das Herz von Kalama befunden – den Sieg holte ich mir.
Tom ließ nie etwas anbrennen. Die Frauen, die er im Sturm eroberte, blieben jedoch nicht lange genug, um ihn für sich zu gewinnen. Um so neugieriger war ich nun auf die Frau, von der mir Lars´ seit Tagen in den höchsten Tönen vorschwärmte. Mit jeder Silbe ließ er durchklingen, wie stolz er auf seine große Schwester war. Sie hatte sich wohl nach einem schweren Schicksalsschlag wieder aufgerappelt und war seit Kurzem sogar Rechtsanwältin.
Da ich der Erste sein wollte, der einen Blick auf die Frau warf, die Tom so bezauberte, positionierte ich mich auf meinem Balkon. Von hier hatte ich den Überblick über den gesamten Innenhof. Ich stand noch nicht lange an meiner Balustrade, da fuhr der Phaeton meines Vaters vor das Strandhaus. Aber anstelle von ihr oder Tom, entstieg unser Stallbursche Josh, dem Wagen.
In Gebärdensprache erklärte er meinem Vater, dass Tom sich seine Stute zum Tor bringen ließ, weil er zuerst die Grotte aufsuchen wollte. Am Gesichtsausdruck meines Vaters konnte ich sehen, dass er Toms Verhalten missbilligte. Anders wie der Rest der Familie hatte Eric nichts für die Riten und die Legenden der Noelanis übrig.
Nun stand ich bereits seit über einer Stunde hier auf meinem Balkon und beobachtete jeden Winkel des Rundlings. Gerade als ich mich dazu entschloss ihnen entgegen zu reiten, wurde meine Aufmerksamkeit auf den Weg neben der Garage gelenkt.
›Endlich!‹, kam mir in den Sinn als ich die Silhouette der beiden entdeckte. Kurz darauf traten sie in den Lichtschein der Laternen, die den Platz beleuchteten. Bevor sie mich überhaupt bemerkte, hatte ich sie schon voll im Visier. Dieses blonde Wesen hatte innerhalb von wenigen Wochen geschafft, was andere bereits seit Jahren vergeblich versuchten. Sie hatte Toms Herz erobert. Aber wie ich sie jetzt vor mir sah, fragte ich mich nur eins: ›Wie konnte sie ihn so für sich vereinnahmen?‹ Sie war nicht nur vom Aussehen anders, wie all die anderen, die Tom schon hatte.
Der Kleine stand wie ich auf dunkelhaarige, sehr selbstsicher wirkende Frauen. Lediglich Rachel war von Natur aus blond. Bei unseren ersten Treffen trug sie ihr Haar allerdings dunkel gefärbt.
Rachel wirkte nicht nur von sich eingenommen. Nein, sie wusste genau, was sie wollte und das war von Anfang an ich. Bevor ihr Vorstellungsgespräch bei mir überhaupt richtig angefangen hatte, lag ich mit ihr auf dem Teppich und verfing mich mit ihr in einem wilden Spiel um Macht und körperliche Überlegenheit.
Meine ehemalige Verlobte und jetzige Assistentin beherrschte es perfekt einem Mann das zu geben, wonach er sich sehnte.
Aber bei diesem weiblichen Geschöpf, welches sich immer wieder nervös umblickte, konnte ich absolut keine Selbstsicherheit erkennen. Ständig blickte sie Tom an, so als hoffte sie, er würde sie einfach nur an die Hand nehmen und durchs Leben führen.
Seinem Gehabe nach zu urteilen, schien er ihr zu erklären, wer in welchem Haus wohnt und sie schien jedes seiner Worte regelrecht in sich aufzusaugen.
Von hier aus wirkte sie eher schmächtig, verletzlich und unsicher. Und ich fragte mich ernsthaft, ob sie überhaupt schon volljährig war.
Tom nahm sie bei der Hand und führte sie in meine Richtung. Instinktiv schritt ich in den Schatten. Ich weiß nicht warum, aber irgendetwas sagte mir, dass es noch nicht an der Zeit war, mich ihr zu zeigen.
Völlig unerwartet hob sie ihr Gesicht. Ihre saphirblauen Augen bohrten sich direkt in meine Seele. Mir blieb bei diesem Anblick für einige Augenblicke die Luft weg. Ja, ich zitterte sogar. Mein Atem ging stoßweise und nur mit Mühe konnte ich verhindern, dass ich aufkeuchte. Sie musterte mich innerhalb von Sekunden und spätestens jetzt wusste ich, dass in dieser unscheinbaren, wundervollen Fassade ein Geschöpf Gottes ruhte.
›Auê!‹, schoss es mir in den Kopf, so sehr hatte sie mich verblüfft. Ich kannte viele Frauen, doch keine wirkte so anmutend, schüchtern und strahlte dabei eine so starke Persönlichkeit aus, wie sie.
Obwohl es nur Sekunden waren, in denen sie mich ansah, kam es mir wie eine Ewigkeit vor.
Kaum, dass die beiden aus meiner Sichtweite waren, ging ich an den Kühlschrank und holte mir etwas zu essen heraus. Aber egal, was ich aß oder trank. Alles schmeckte gerade sehr fade.
Was auch immer, ich in den nächsten Minuten tat – dieses Mädchen ging mir nicht mehr aus dem Kopf. Irgendetwas an ihr irritierte mich, also entschloss ich mich dazu, auszureiten, um einen klaren Kopf zu bekommen.
Ich begab mich in den Stall. Josh war noch wach, doch statt ihn zu bitten, meinen Hengst zu satteln, forderte ich ihn mit ein paar Handzeichen auf, sofort schlafen zu gehen. Ich war durchaus in der Lage meinen Hengst selbst zu satteln und ein Junge seines Alters gehörte schon seit Stunden ins Bett.
Der Knabe gab auf seine Art Wiederworte, indem er mir mit wilden Gestiken zu verstehen gab, dass er noch nicht müde sei. Doch ich ließ nicht mit mir reden und begann ohne seine Hilfe Devil zu satteln.
Auf diesem ritt ich bis zur Grotte meiner Ahnen. Einem spirituellen Ort, indem die Gebeine von Okelani ihre letzte Ruhestätte gefunden hatten. An diesem Ort wurde mir vor zehn Jahren von meiner Urgroßmutter offenbart, dass ›die Eine, die verloren scheint‹ zurückkehren würde und mein Leben an das ihre gebunden war.
Jetzt stand ich hier und wusste nicht einmal, warum ich ausgerechnet hierhin geritten war. Ich horchte tief in mich hinein. Manchmal gab ich mir selbst Antworten auf Fragen, die ich alleine nicht beantworten konnte. Wie immer, wenn es um Okelani ging, blieb die Stimme in mir jedoch still.
Immer noch verunsichert, ritt ich nach kurzer Zeit zurück und war nicht einmal überrascht Josh noch immer im Stall vorzufinden. Allerdings lag er im frisch aufgeworfenem Strohhaufen und schlief. So leise wie möglich befreite ich mein Pferd vom Sattel und der Trense und begab mich anschließend in mein Haus.
Dort wurde ich nicht von der Nanny, sondern von Rachel empfangen. »Endlich können wir von Vorne anfangen, Liebling«, rief sie mir euphorisch zu. Innerhalb von Sekunden, hatte sie mich umschlungen und versuchte mich zu küssen.
Grob fasste ich ihre Schultern und schob sie von mir. »Hör zu! Ich sage es dir nur dieses eine Mal. Der Tod meiner Frau ändert nichts an unserer Beziehung. Im Moment kann und will ich mich nicht zu dir bekennen. Sophie war eine tolle Frau. Sie hat es nicht verdient, dass andere sich ihr Mundwerk über sie zerreißen. Und das würde zwangsläufig geschehen, wenn man uns zusammen sieht. Also solltest du gebührenden Abstand halten.«
»Wie lange denn noch?«, keifte sie plötzlich los. »Seit sechs Jahren warte ich schon darauf, dass du diese Ehe beendest. Und jetzt, wo diese französische H…«
»Vorsicht«, fiel ich ihr barsch ins Wort und funkelte sie wütend an. »Sophie mag vielleicht so einiges gewesen sein, aber gewiss keine Prostituierte. Außerdem war sie einst meine beste Freundin. Das ist etwas, was du nie für mich sein wirst!«
Rachels Gesichtszüge entgleisten und ich konnte förmlich sehen, wie sie sich in ihrem Kopf die nächsten verbalen Angriffe zurecht legte. Doch, bevor sie den Mund wieder öffnen konnte, betraten die Zwillinge den Raum.
»Hey, ihr Süßen. Solltet ihr nicht schon längst schlafen?«, wandte ich mich an sie.
Die beiden wiegten im Einklang mir ihrem Kopf. »Rachel gab uns keinen Schokopudding«, murmelte Cassie leise, während ihr Bruder herzhaft gähnte.
»Na sowas aber auch«, erwiderte ich und warf der Beschuldigten einen abstrafenden Blick zu. »Tante Rachel hat das bestimmt nur vergessen.«
»Maman hat das nie vergessen«, sagte Cassie.
»Wo ist Maman?«, fragte Justin.
Tief atmete ich einmal aus und innerhalb von Sekunden überlegte ich mir, den Kindern die Wahrheit zu sagen, oder das Unvermeidliche noch ein wenig hinauszuzögern. Ich entschied mich für das Letztere, damit sie wenigstens in dieser Nacht noch ein wenig Schlaf bekommen würden. Es reichte, wenn sie morgen in den Strudel eines nie enden wollenden Albtraums geraten würden. »Eure Mommy macht einen Kurzurlaub. Sie ist in ein paar Tagen zurück.«
»So wie du immer?«, hinterfragte Cassie und ich nickte zustimmend.
»Es ist kurz vor Zwölf. Ihr solltet schon längst schlafen«, mischte sich Rachel nun ein.
Justin zog mich am Ärmel meines Anzuges. »Und der Schokopudding?«
»Den holen wir uns aus Tutus Kühlschrank und vernaschen ihn zusammen in meinem Bett. Was haltet ihr davon?« Das Angebot machte ich nicht oft, aber ich spürte, wie verunsichert die Zwillinge waren. Außerdem konnte ich so einer weiteren Diskussion mit Rachel entgehen. Und nicht zuletzt hoffte ich noch einen Blick auf die ominöse Frau an Toms Seite werfen zu können. Ja, ich brannte regelrecht darauf zu erfahren, ob das, was ich fühlte nur eine einmalige Reaktion war.
Ohne Umschweife nahm ich die Kinder an die Hand und ging mit ihnen hinüber ins Strandhaus meiner Eltern.
 
»Oh, mal eine Frau mit Manieren. Du hast dazugelernt Tom … Europa scheint dir gut zu bekommen.« Die Worte kamen über meine Lippen, ohne darüber nachzudenken, dass ich den Kleinen damit in ein schlechtes Licht setzte.
Sofort wirbelten alle zu mir herum und blickten mich überrascht an. Die junge Frau jedoch musterte mich von oben bis unten. Wie ein Raubtier, welches Beute witterte, betrachtete sie mich.
Bereits jetzt konnte ich die Luft zwischen uns knistern hören. Sie war wie ein schlafender Vulkan für mich. Würde er einmal ausbrechen, bedeutete es Verderben, aber auch ein wahnsinniges Schauspiel von Naturgewalten.
In dem Moment, als ihre Augen auf meine trafen, wusste ich, dass ich bereit war, mich dem Feuer zu stellen.
»Aloha. Da mich anscheinend niemand vorstellen möchte, werde ich es wohl selbst machen müssen«, sagte ich in einem gespielt beleidigten Ton und schritt ganz dicht an sie heran. Ich nahm den Geruch der Lei aus Plumeria wahr, die sie auf ihren Schultern trug. Eine wohlige Unruhe erfasste mich. Ich liebte diesen Duft.
Die Hand, die ich ihr entgegen hielt, nahm sie in die ihre. Es prickelte nur so vor Anspannung zwischen uns. Mein Magen krampfte für einen Moment und ich musste wirklich an mich halten, sie nicht an mich zu ziehen. Unsere Hände hielten sich nur Sekunden und trotzdem fühlte ich die geballte Energie, die zwischen uns war.
»Darf ich vorstellen, Nina, das ist mein … Cousin Benjamin.« Tom drehte sich zu mir. »Ben darf ich dir wiederum Nina vorstellen. Sie ist meine Freundin.« Der scharfe Unterton, den der Kleine hatte, war nicht zu überhören.
In diesem Moment war ich mir wieder bewusst, wen ich da vor mir hatte. Es war nicht irgendeine Person, der ich gegenüberstand. Nein, es war die Freundin meines engsten Vertrauten aus Kindertagen. Ihn zu hintergehen würde ich nicht wagen.
Diese Frau – ja, sie war eine und was für eine – war ab sofort tabu für mich! Nur fragte ich mich, ob der Teufel in mir es auch wohl so sah.
~ Ende ~

Aloha,
es freut mich, dass du bis hierhin schon Geduld und Zeit aufgebracht hast, doch wie so oft im Leben, liegt es nun auch an Dir, wie es weitergeht.
Wenn Dich diese Sichtweise der Geschichte schon in ihren Bann gezogen hat und Du unbedingt wissen willst was es mit dem manchmal doch merkwürdigem Verhalten von Benjamin auf sich hat, steht es Dir nun frei, die Mana Loa Bände zu erwerben.
Bist Du jedoch noch nicht ganz überzeugt oder willst einfach vorab wissen, wie die Reihe sich aus Ninas Sicht wohl liest, empfehle ich Dir die XXL Leseprobe herunterzuladen.
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Über eine Freundschaftsanfrage bei Facebook freue ich mich genauso, wie über konstruktive Kritiken, oder Rezensionen – egal wie kurz oder wie hoch die Sterneanzahl ist.
So, nun habe ich genug Auswahl gegeben, wie Du an meine Bücher kommst oder Dich mit mir in Verbindung setzen kannst. Nun liegt es an Dir, was Du mit all diesen Informationen machst.
Ich verbleibe mit einem freundlichem Gruß und wünsche Dir einen tollen Sommer.
Aloha pumehana
Astrid Rose, auch das Röschen genannt 😉

 
Also ich persönlich liebe ja total Benjamin´s Sicht auf alles! Und ihr?


 
Astrid Rose GewinnchanceUnd zum Schluss:
Am Ende von Astrid´s Autorenwoche habt ihr die Chance ein signiertes Taschenbuch Band 2 “Mana Loa – Seelenbande” zu gewinnen.
Was ihr dazu tun müsst? Verfolgt die Autorenwoche aufmerksam. Am 7. Tag werde ich euch eine Frage stellen die irgendwann in der Woche beantwortet wurde. ;)
Wie jedes Gewinnspiel hat auch dieses so seine Regeln:
♥︎ Ihr müsst eure Wohnanschrift innerhalb der EU (für die Printgewinne in Deutschland) haben!
♥︎ Seit über 18 Jahre alt oder habt die Erlaubnis eurer Eltern.
♥︎ Nach Ablauf des Gewinnspiels können wir euch im Falle des Gewinns eine Email senden. Hierfür müsstet ihr mir eure E-Mail hinterlassen
♥︎ Wir übernehmen keine Haftung und es gibt keinen Ersatz falls das Paket verloren geht.
♥︎ Der Gewinn wird nicht bar ausgezahlt.
♥︎ Das Gewinnspiel startet heute am 31.03.2015 und endet am 05.04.2015 um 23:59.
Die “Offenbarung” wird es dann direkt am 06.04.2015 geben.
♥︎ Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
 
Ein Extralos könnt ihr ergattern wenn ihr Astrid bei den Kinderbildern erkennt. Dazu aber die Antwort NUR PER EMAIL an mich schicken. (Lasst euch nicht von der Nummerierung irritieren. ;) )

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