Die keltische Götterwelt


keltische Triskele

keltische Triskele
(c) Celtic Collections

„Die Kelten“, ein Sammelbegriff für Insel- und Festland-Kelten verschiedenster regionaler Herkunft, haben der Nachwelt keine Schriften hinterlassen. Sie gaben ihr Wissen mündlich weiter. Alles was wir wissen oder meinen zu wissen, stammt von Beobachtern ihrer Kultur.

Die keltische Götterwelt

ist prallvoll mit Göttern und Halbgöttern. Marlies hat sich nur drei aus ihren Quellen herausgepickt, eben diejenigen, die in der Drachenschwert-Trilogie eine Rolle haben.

 

Da wäre zu allererst MIDIR zu nennen, der mit dem Elben Fearghas in inniger Verbindung steht. Er hat auch den Beinamen „der Stolze“. Er gilt als Sohn von Dagda und Danu und ist der Herrscher über das wundersame Land Mag Mor. Manche Quellen sagen, er sei ein Halbgott, und er sei den irdischen Frauen sehr zugeneigt und ein Wanderer zwischen den Welten. Fuamnach und Etain werden am häufigsten als Ehefrauen genannt. Marlies hat ihm noch eine einfache, irische Fischerin an die Seite gestellt, die leibliche Mutter des Elben Fearghas. Warum er nicht bei ihr aufwuchs? Das sei in einer anderen Geschichte erzählt …

 

DANU ist für die Kelten die Urmutter, von der alle Lebewesen abstammen. Ihre Kinder waren die Tuatha de Dannan (die Kinder Danas). Zu ihren direkten Nachkommen zählen zum Beispiel Dagda, Lugh, Lir und Midir.

Danu ist die Große Mutter Erde, die alles gibt und alles wieder in sich aufnimmt. Der ewige Kreislauf des Lebens! Zusammen mit Brigid, der Jungfrau und Anu, der Greisin, bildet sie eine Trias. Marlies hat in der Drachenschwert-Trilogie diesem weiblichen Aspekt der keltischen Mythologie verschiedene Rollen und Gestalten zugewiesen. Sie tritt auf als oberste Göttin, aber auch in der Gestalt der „Hagedorn-Königin“ begegnet sie dem Leser. Diese Königin der Anderwelt ist gefangen im ständigen Wechsel ihrer Erscheinungsformen als erblühendes Mädchen, mutige Kriegerin und welkende, weise Alte – die drei Seiten der weiblichen Schöpfungskraft, die „Jahreszeiten“ im Leben einer Frau. Als „Mutter Erde“, Gaia (Gäa) begegnet sie Marlies´ Erdsängerinnen, die sich als ihre Töchter verstehen.

 

DAGDA ist ein Kind der Danu (und nicht ihr Mann!). Seine Beinamen sind „Allvater“ und Träger des Wissens.

Dagda ist der schöpferische Gott, gemeinsam mit der Großen Mutter erschafft er das Leben. Er erneuert und gestaltet fortwährend den gesamten Kosmos und er stellt das väterliche Prinzip dar. Dagda ist ein Erdgott, aber auch der Totengott. Als Sohn der Danu ist er gleichzeitig der Vater von Brigid und Oengus. Die familiären Beziehungen in der Götterwelt sind sehr verwirrend, wenn ihr uns fragt. Mit Sicherheit sind sie nicht auf irdische Verhältnisse und Ordnungen zu übertragen.

keltische Triskele mit einem Kreis als Symbol für eine Einheit

keltische Triskele mit einem Kreis als Symbol für eine Einheit

Was ist über den Kesselkult bekannt?

Kessel spielten eine große Rolle in der keltischen Mythologie, und so kommt auch ein heiliger Kessel mehrmals im Buch „Midirs Sohn“ vor.

 

Leseprobe:

Fearghas erinnerte sich daran, dass er als junger Elb von ihnen oft ermuntert wurde, auch neue Wesen zu erschaffen. Allerdings endete jeder seiner Versuche in einer Katastrophe. Seine Tierchen waren nie wirklich lebensfähig. Sie litten während ihres allzu kurzen Lebens und lösten sich alsbald auf in magische Energie und kehrten zurück in den Kessel der Magie, aus denen sie, die Götter, einst alles Leben erschaffen hatten. Andariella war jedes Mal zornig geworden, wenn er Kesselmagie verschwendete und sich als unfähig erwies, wo andere Jung-Elben mit bemerkenswerten Leistungen geglänzt hatten. Fortan hatte er sich geweigert, auch nur ein Moos oder ein Sandkorn zu erschaffen. Mochten die anderen sich daran ergötzen, die Götter zu imitieren!

 

Leseprobe:

Celia ergänzte: „Dort auf dem Hügel, östlich der Kathedrale, liegt eine faszinierende Nekropolis, also eine Gräberstadt. Hier stehen Obelisken, viele keltische Kreuze, moosüberwachsene Säulen und finstere Familiengrüfte. Irgendwann, wenn wir mehr Zeit haben, zeige ich dir das, wenn es dich interessiert.“

„Ist das der Ort, an dem eure Körper wieder zu Erde werden?“, fragte Fearghas fasziniert. „Bei uns gibt es so etwas nicht. Wir werden, wenn uns der Ruf ereilt, immer durchsichtiger und verschwinden einfach. Es heißt, wir kehren in den Kessel der Magie zurück. Aber es gibt auch vereinzelt andere Meinungen. Auch wir haben Einzelgänger, euren Eremiten ähnlich, von denen mein Meister einmal erzählte. Weise spirituelle Führer. Sie sagen, es gäbe höherschwingende Welten als unsere. Eine nach der anderen. Endlos. Und wenn wir reinen Herzens wären, egal ob Elb, Kobold, Stein oder Wassergeist, dann würden wir dorthin überwechseln, weil die Reinherzigen Ewige wären, und eines Tages wären sie die neuen Götter. Leben an sich ist unzerstörbar, sagen sie. Im Grunde gäbe es keinen Tod, nur stetigen Wandel. Aber über euren Weg haben sie nichts zu sagen gewusst. Ich glaube, es hat sie auch nicht weiter interessiert.“

 

Leseprobe:

Wir haben keine Macht mehr, denn Danu entzog sie uns jetzt. Zu egozentrisch waren wir im Gebrauch der Magie. Wir haben im Lauf der Jahrtausende allmählich, ohne es zu merken, die wahre Liebe zur Schöpfung aufgegeben. Nun gehen wir alle in den großen Kessel der Magie zurück. Allmutter wird uns unseren Elementen zurückgeben. Dann dienen wir erneut der großen Schöpfung. Unser aller Bewusstsein wird die Luft, das Wasser, Feuer, Stein und Erz bereichern. Auch alles was grünt und Frucht trägt. Du mein Sohn, wirst in jedem Feuer auf Erden zugegen sein.

 

In den Überlieferungen erscheint der Kessel als Fruchtbarkeitssymbol, denn ein immer voller Kessel ist Teil der dortigen Jenseitsvorstellungen, auch der Begriff „Kessel der Weisheit“. Daher sind sie eine häufig zu findende Grabbeigabe. Man hat prachtvolle Kessel in den Gräbern der keltischen Fürsten der Hallstattzeit gefunden.

War der Kessel auch göttliches Attribut? Ja. Einen magischen Kessel, von dem niemand weggeht, ohne gesättigt zu sein, besitzt der Gott Dagda. Seinen Beinamen »der gute Gott« verdankt er den hochgeschätzten Fähigkeiten, die ihm als Krieger und Zauberer zugeschrieben werden. Auch wir in unserem Kulturraum kennen diesen Kessel aus den Grimm’schen Hausmärchen: „Der süße Brei“.

Esus-Cernunnos, der Gott mit dem Hirschgeweih

Esus-Cernunnos, der Gott mit dem Hirschgeweih – (c) landschaftsmuseum.de

Also ich persönlich finde ja, dass Marlies sich bei ihren Büchern tolle Gottheiten und Symbole rausgesucht hat. Schon allein all die Vorstellungen was diese versinnbildlichen – einfach wundervoll! Da komme ich direkt wieder ins Träumen. *hihi*

 

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Und Träumen könnt ihr definitiv auch bei ihren Büchern! Deshalb gleich wieder hier eure Chance am Ende von Marlies´ Woche eines der beiden Bücher zu gewinnen. ;)

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♥︎ Das Gewinnspiel endet am 27.09.2015 um 24:00Uhr. Die “Offenbarung” wird es auch zeitnah geben.
♥︎ Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Bella

Hey! Mein Name ist Bella, 74er Baujahr und bin sehr glücklich mit meiner kleinen Family.
Seit Kindestagen an bin ich ein richtiger Bücherwurm. Deshalb dreht sich hier der größte Teil natürlich um jede Menge Bücher und deren Autoren.

Ich wünsche euch viel Spaß auf meinem Blog und besucht mich doch mal wieder. ;)

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